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Kabinett verabschiedet Landesaktionsplan „NRW schützt Frauen und Mädchen vor Gewalt

Kabinett verabschiedet Landesaktionsplan „NRW schützt Frauen und Mädchen vor Gewalt

Die Landesregierung verstärkt ihre Aktivitäten zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt. Mit einem entsprechenden Landesaktionsplan „NRW schützt Frauen und Mädchen vor Gewalt“ bündelt das Land alle Maßnahmen, die das Ziel haben, präventiv die Entstehung von Gewalt zu verhindern, betroffenen Frauen und Mädchen frühzeitig zu helfen und Umfeld und Hilfssysteme zu sensibilisieren, die Folgen von Gewalt besser zu erkennen.

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter und meist lebenslange Folgen. Wir können Gewalt nicht abschaffen aber den Schutz davor weiter erhöhen. Gleichzeitig wollen wir bestmögliche Hilfe für diejenigen, die Opfer von Gewalt geworden sind“, erklärte Emanzipationsministerin Barbara Steffens nach dem Kabinettsbeschluss. „Allein die Verdopplung der finanziellen Mittel für das gesamte Schutz- und Hilfesystem zeigt, wie wichtig der Landesregierung eine umfassende Gesamtstrategie zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist“, so Steffens weiter.

Seit 2010 hat das Land die Ausgaben für Maßnahmen zum Schutz für gewaltbetroffene Frauen von 11 auf 22 Millionen Euro in 2016 verdoppelt. Gefördert werden unter anderem 62 Frauenhäuser, 58 Frauenberatungsstellen, 47 Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt und acht spezialisierte Beratungsstellen für Menschenhandelsopfer. Hierbei wurde die Frauenhausfinanzierung um rund 70 Prozent auf 9,27 Millionen Euro in 2016 aufgestockt.

Zu den zentralen Verbesserungen zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt zählen unter anderem folgende Maßnahmen:

-     zusätzliche drei Millionen zur Förderung von Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt

-     Förderung einer traumapädagogischen Einrichtung für weibliche minderjährige Flüchtlinge und gewaltbetroffene Mädchen

-     Entwicklung einer App speziell für Flüchtlingsfrauen, durch die sie über ihre grundlegenden Rechte und Hilfemöglichkeiten bei Gewalt informiert werden

-     Entwicklung eines Konzepts für ein flächendeckendes Angebot zur anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftaten, damit Beweise sofort gesichert werden können, auch wenn Opfer ihre Peiniger nicht direkt anzeigen wollen

-     Entwicklung eines Konzepts für ein flächendeckendes Angebot zur anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftaten, damit Beweise sofort gesichert werden können, auch wenn Opfer ihre Peiniger nicht direkt anzeigen wollen;

Der komplette Landesaktionsplan ist im Internet verfügbar unter www.mgepa.nrw.de im Bereich Pressethemen.

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