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Entsetzen bei der SPD über Deportation-Aussage von CDU-Landtagskandidat

Die SPD Castrop-Rauxel zeigt sich entsetzt über die Aussagen des CDU-Landtagskandidaten Ulrich Meick, Flüchtlinge auf eine einsame Insel zu verbannen. „Ganze Volksgruppen zwangsweise an einen Ort zu schicken, das ist Deportation. Das hatten wir schon mal und wir sollten alles dafür tun, dass so etwas nicht noch einmal passiert“, macht die stellvertretende Bürgermeisterin Kathrin Lasser (SPD) klar. Die SPD lehnt eine Politik à la Trump ab, Mauern zu bauen und Menschen bestimmter Hautfarbe oder Religion zu diskriminieren. „Das solche Aussagen von einem Christdemokraten gemacht werden, der uns in einem demokratischen Parlament vertreten möchte, macht uns fassungslos“, so Lasser weiter. Im Gegensatz zur AfD, die solche Aussagen im Nachhinein immer relativiert, macht der CDU-Kandidat am nächsten Tag keinen Hehl aus seiner Aussage, mit der er polarisieren wolle. „Wir versöhnen lieber statt zu spalten“, machen die Sozialdemokraten ihren Leitsatz politischen Handelns in Anlehnung an den ehemaligen Landesvater Johannes Rau deutlich.

 

Der SPD-Stadtverband begrüßt, dass sich der CDU-Stadtverband von der Aussage ihres Kandidaten distanziert. „Wir sind froh, dass es sich hier wohl um eine Einzelmeinung handelt. Wir fragen uns aber schon, ob die CDU Ulrich Meick weiter als Kandidaten unterstützen kann“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Goerke. Die SPD lehnt eine Politik der Angst und Abschreckung ab. „Wir treten weiterhin für ein offenes und tolerantes Castrop-Rauxel ein“, so Goerke abschließend.

2017  SPD Castrop-Rauxel